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Industrie 4.0

Die „vierte industrielle Revolution“ gilt als der Treiber der deutschen Wirtschaft. Das Ziel: Unternehmen automatisieren ihre Produktionsprozesse durch die digitale Vernetzung von Maschinen und Daten. Der Weg dorthin ist allerdings kein leichter, denn die deutsche Wirtschaft befindet sich erst auf der ersten Etappe und droht sogar den Anschluss zu verlieren.

Um aus dieser Revolution als Sieger hervorzugehen, mangelt es den Beteiligten, neben digitalem Know-how, vor allem an IT-Infrastruktur. Bereits jetzt werden große Rechenleistungen und Speicherkapazitäten benötigt – und der Bedarf nimmt mit wachsenden Datenmengen exponentiell zu, was auf Dauer jede Unternehmens-IT an ihre Grenzen bringt.

Externe IT-Infrastruktur ist gefragt

Um bei kontinuierlich hoher Auslastung oder bei Spitzenlasten ausreichend Speicherkapazitäten und Rechenleistung zur Verfügung zu haben, greifen immer mehr Unternehmen auf zusätzliche externe IT-Infrastrukturen zurück. Laut Bitkom Cloud-Monitor setzt bereits jedes zweite auf Cloud-Computing. Ein weiteres Viertel plant, es zu nutzen. Generell. Doch die zielgerichtete Nutzung fehlt. Dabei ist gerade sie für Unternehmen der Schlüssel zur Industrie 4.0.

Ohne Cloud-Computing keine Industrie 4.0

Wenn Unternehmen erfolgreich an der Industrie 4.0 partizipieren und intelligente Fabriken betreiben wollen, schränkt eine komplett zentrale Unternehmens-IT nicht nur ein, sondern ist sogar hinderlich. Denn die intelligente Fabrik ist kein Gebäude(komplex) an einem einzigen Standort. Sie besteht aus dezentralen, vernetzten Produktionsumgebungen mit unterschiedlichen Komponenten und jeweils eigenen Datenquellen. Diese können nicht mehr über statische IT-/Serverlösungen bedient werden. Ohne Cloud-Computing können Unternehmen die wachsenden Datenmengen gar nicht verarbeiten und ad-hoc auswerten, um Produktionsprozesse erfolgreich zu automatisieren und zu optimieren. – Cloud-Computing ist die Basistechnologie der Industrie 4.0.

Kein Cloud-Computing ohne Datenschutz und -sicherheit

Eine der größten Hürden für die zielgerichtete Nutzung des Cloud-Computings und den notwendigen Schub der Industrie 4.0 sind die Sicherheitsbedenken deutscher Unternehmen. Aufklärung tut Not! Denn Cloud ist nicht gleich Cloud. Von der ursprünglichen Definition der Cloud – externe Hardware mit freiem Zugang über das Internet zu nutzen, gerade wenn sie nur phasenweise oder in Spitzen benötigt werden – kann hier nicht mehr die Rede sein. Derlei Public Cloud-Angebote sind für das Cloud-Computing der Industrie 4.0 ungeeignet. Sowohl in den Leistungen und Services als auch besonders in puncto Datenschutz und -sicherheit, da sich die Infrastruktur oft nicht in Deutschland oder nicht einmal in Europa befindet und somit hiesige strenge Datenschutzgesetze nicht eingehalten werden müssen.

Die bessere Wahl sind maßgeschneiderte, Kunden-/Projekt-individuelle Private Cloud-Angebote, die ausschließlich auf dedizierten, individuell zugeordneten und abgesicherten Servern in deutschen oder europäischen Rechenzentren stattfinden. Und die bei Bedarf als Hybrid Cloud-Lösung um weitere Rechenkapazitäten nach den gleichen strengen Kriterien erweitert werden können.

Daten statt warten – fangen wir an!

Die Entwicklung der Industrie 4.0 ist längst in vollem Gange. Bleibt sie das Spiel der Global Player? Mitnichten! Die deutsche Wirtschaft hat beste Voraussetzungen. Gerade ihre mittelständischen Unternehmen verfügen über modernste Informations- und Automatisierungstechnik, oft sind sie schon Jahrzehnte global vernetzt. Und sie verfügen in Mengen über die wichtigste Ressource der Industrie 4.0: die Daten.

Diese Datenschätze zu erschließen und zu nutzen, ist die Aufgabe von Big Data. Ebenfalls auch phasen- oder projektweise und kosteneffizient durch Nutzung externer Wissens- und Infrastruktur (Machine Learning as a Service, MLaaS).

Cloud-Computing – hier schließt sich der Kreis – ermöglicht, die Datenschätze in den dezentralen, vernetzten Produktionsumgebungen einzusammeln, sicher zu speichern, sie zu verarbeiten, auszuwerten und wieder in die Fertigungsprozesse zu geben.

Externe Unterstützung ist gefragt

German Engineering, die deutsche Ingenieurskunst, ist der Trumpf der deutschen Wirtschaft in der Industrie 4.0 und unbestritten vorhanden. Für die erfolgreiche Digitalisierungsstrategie fehlen also bloß noch Data- und Cloud-Computing-Expertise.

Entsprechendes eigenes Know-how aufzubauen, dürfte in der Regel lange dauern. Aktuelle Strömungen – wie z.B. die Einführung bimodaler IT und der Einsatz von Container-Technologien zur Unterstützung des DevOps-Gedanken und Continous Integrations-Ansatzes – erhöhen die Komplexität weiterhin.

Es kann sich deshalb lohnen, die Beratung externer Fachleute in Anspruch zu nehmen, die sich in beiden Bereichen auskennen – in Data Science/Data Engineering und Cloud-Computing – und die im besten Fall nicht nur die richtige Hardware (Infrastructure as a Service, IaaS), sondern auch die professionelle Betreuung übernehmen können (Managed Cloud).

Die Zeit ist reif.